Über mich


 

Im Juni 1949 wurde ich in Munderkingen geboren, der kleinsten Stadt im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Mein Vater war Verwaltungsbeamter, meine Mutter Hauswirtschaftslehrerin. Beide haben mir schon früh ermöglicht, Urteilskraft und Differenzierungsvermögen zu entwickeln und Verständnis für andere Kulturen und Mentalitäten. Etwa durch meinen Auslandsaufenthalt im Rahmen eines einjährigen Schüleraustauschprogramms des American Field Service 1966 in Springfield, Oregon. Ich habe an sogenannten Speech Classes teilgenommen und dabei sogar Debattierwettbewerbe in politischen Themen gewonnen. 

Zurück in Deutschland machte ich erste politische Schritte als führendes Mitglied der Unabhängigen Schülergemeinschaft Stuttgart, die sich als Teil der damaligen APO verstand. Schon früh habe ich mich gegen die Verhütungspolitik der katholischen Kirche, gegen die NPD und gegen den Vietnamkrieg eingesetzt und für mehr Schülerrechte gekämpft. Diese antiautoritäre Phase meines Lebens hat mich bis heute positiv geprägt. 

 

Für Deutschland wünsche ich mir einen Aufbruch aus selbstgefälliger Zufriedenheit und Scheingemütlichkeit, einen Ausbruch aus herrschenden Theoriekonzepten und Mustern, dominanten Ideen und ideologischen Zwangsjacken.

 

Etwas später begeisterte ich mich für kurze Zeit sogar für maoistische Ideen. Rückblickend ein Irrweg, aber damals war ich Feuer und Flamme. In jungen Jahren des Sturms und Drangs hatte ich auf einer Demonstration sogar einmal einen Pflasterstein in der Hand, ließ ihn aber rasch wieder neben mir fallen. Ich war immer ein gewaltloser Rebell. In Stuttgart habe ich die Revolutionäre Jugend Deutschlands mitgegründet und war Mitglied im Kommunistischen Arbeiterbund. Aufgrund meines Kontakts zu Joschka Fischer wurde ich dort massiv attackiert und später sogar ausgeschlossen. Denn Joschka galt damals als autonomer Kleinbürger, der nicht links genug war; wir haben bis heute ein freundschaftliches Verhältnis.

 

Meine eigentliche berufliche Entwicklung begann dann 1972 bei Daimler-Benz. Und dort habe ich schnell gemerkt, dass die einst von mir verteufelte Marktwirtschaft zwar nicht für jeden das Paradies auf Erden sein kann – aber für eine Gesellschaft die einzig vernünftige Grundlage.  

 

  • 1972 - 1975    Daimler-Benz, Stuttgart (Duale Ausbildung zum Diplom Betriebswirt)
  • 1975 - 1982    Daimler-Benz, Stuttgart (Direktion Zentrale Bildung, Zuständig: Leiter Abiturientenausbildung)
  • 1975 - 1982    Daimler-Benz, Stuttgart (Direktion Zentrale Bildung, Zuständig: Innovative Weiterbildungs-konzepte)
  • 1982 - 1988    Motoren- und Turbinen-Union München / Friedrichshafen (Zuständig: Bildung und Führungskräfteentwicklung)
  • 1989 - 1994    Daimler-Benz Aerospace AG, München (Leiter Education & Management Development)
  • 1994 - 1999    Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt am Main (Leiter Konzern-Führungskräfte und Personalentwicklung)
  • 1999 - 2003    Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt am Main (Mitglied des Bereichsvorstands Airline, Executive Vice President Product & Service)
  • 2003 - 2007    Continental AG, Hannover (Personalvorstand und Arbeitsdirektor)
  • 2007 - 2012    Deutsche Telekom AG, Bonn (Personalvorstand und Arbeitsdirektor)
  • ab 2012           im aktiven Unruhestand
  • seit 2015         Mitglied der FDP
  • 2016                seit 1. September Direktkandidat der FDP für den Deutschen Bundestag im Wahlkreis 219 (München-Süd)

 

Ohne Idee kein Ideal, ohne Ideal kein Zukunftsbild, ohne Zukunftsbild kein Leuchten in den Augen, ohne Leuchten in den Augen keine Authentizität, kein Motivieren von anderen, um sie für die gemeinsame Sache zu bewegen.

 

Mein Lebensweg sieht an der Oberfläche wohlgeordnet und immer erfolgreich nach oben gerichtet aus. In meiner Autobiographie  berichte ich detailliert und persönlich über die Täler und Krisen meiner Karriere. Dazu gehört etwa meine lange Auseinandersetzung mit dem damaligen autoritären  Daimler-Benz-Vorstandsvorsitzenden über ehrliche Unternehmensführung oder mein eigenes Verrennen in blinde Loyalität bei der umstrittenen Restrukurierung während meiner Zeit bei Continental. Es ist wichtig, kritisch Bilanz über eigene Handlungen zu ziehen.

 

Unter allen Stationen meiner beruflichen Karriere bin ich besonders stolz auf die Gründung der ersten Corporate University in Deutschland, der Lufthansa School of Business. Außerdem habe ich mit der Selbstverpflichtung der Deutschen Telekom, bis 2015 konzernweit 30 Prozent der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen, der Monokultur im Management den Kampf angesagt – und damit auch der ungeheuren Talentverschwendung, die viele deutsche Unternehmen sich bis heute leisten. Eine freiwillige unternehmerische Entscheidung ohne staatlichen Zwang, die dennoch bei einigen Liberalen heute immer noch auf gewisse Skepsis stößt. Aber wir hatten und haben dafür nicht nur gute gesellschaftliche Argumente, sondern auch handfeste, wissenschaftliche und ökonomische Gründe. 

 

Ich hoffe und glaube, als Manager zuallermeist mit Rückgrat gehandelt und stets Mitarbeiter gefördert zu haben, die eher anecken als kriechen. Ich stehe auch zu eigenen Fehlentscheidungen und äußere mich dazu auch immer wieder öffentlich, zum Beispiel hier:  (Vortrag an der Universität Siegen vom 16.07.2013)

 

Auch in meinem aktiven Unruhestand kämpfe ich mit eisernem Willen gegen geschlossene Systeme in Unternehmen, in der Gesellschaft und gegen die daran geknüpfte  Chancenungleichheit und die Ausgrenzung von Talenten. Was das angeht, werde ich niemals die Klappe halten! Belohnt wurde mein Engagement unter anderem durch folgende Preise:

 

  • Ehrendoktorwürde Dr. rer. pol. h.c. der Universität Siegen, Juni 2016
  • Aufnahme in die "HR Hall of Fame" 2013
  • Queb Award („Ambassador of Employer Branding“) 2012
  • Bröckemännche-Preis 2012 des Bonner Medien-Clubs für „non-konformistisches gegen den Stachel löcken“
  • Deutscher Ideen Preis 2012
  •  „Reformer des Jahres“, Handelsblatt 2010

 

Für sexuelle Befreiung, gegen Konsumwahn, weg von allen Autoritäten! So lauteten unsere Parolen.

 

Verantwortungsbewusste und zivilgesellschaftliche Engagements sind neben Beiratsmandaten wichtige Säulen eines Lebensphasenkonzepts nach der aktiven Managerzeit. Viele meiner Aktivitäten habe ich schon vor meinem Telekom-Ausstieg geplant. Zur Zeit fördere ich folgende Institutionen aktiv und mit voller Leidenschaft:

  • Zukunftsallianz Arbeit & Gesellschaft
  • Nationales MINT Forum
  • MINT Zukunft schaffen
  • Stiftung Nächste Gesellschaft
  • Initiative Neue Qualität der Arbeit
  • Hochschulallianz für den Mittelstand
  • Beirat Deutschland Stipendium
  • GLOBALLY RESPONSIBLE LEADERSHIP INITIATIVE (GRLI)
  • Mitglied des Beirats für Fragen der Inneren Führung des Verteidigungsministeriums
  • MItglied des Beirats der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld 

 

Um sich aus eingefahrenen Mustern zu lösen, müssen Mächtige wie Nicht-Mächtige nicht nur neue Kompetenzen erwerben, sondern sich auch selbst verändern. Nur so weicht man sklerotische Strukturen auf.

 

Mit meinem Partner Steven lebe ich seit Jahrzehnten im schönen München. 2016 habe ich mich entschieden, im Wahlkreis München-Süd als Direktkandidat der Freien Demokraten für die Bundestagswahl 2017 anzutreten. Ich freue mich auf spannende Monate an der Seite meiner Parteifreunde und werde wie ein bayerischer Löwe dafür kämpfen, dass die FDP den Sprung zurück in den Bundestag schafft!  

Ich wünsche Ihnen viel Spaß auf meiner Website. Falls Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen haben, halten Sie bitte nicht die Klappe!

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